Rad WM 2018 Innsbruck 

Die Bilder einer glorreichen Rad-WM in Innsbruck gingen um die Welt und hinterlassen hoffentlich auch langfristige Signale für den Radsport in der Alpenrepublik. Für die Tiroler Radszene war es ein Festakt, die weltbesten Athleten und hunderttausende Fans in unserer schönen Heimat willkommen zu heißen. Über ein Jahr wurde im Hintergrund geplant, organisiert und vorbereitet, bis dann knapp vor der WM auch bei der breiten Bevölkerung die Rad WM dank Radio, Fernsehen, Internet und Straßensperren präsenter wurde.

Neben der offiziellen Veranstaltung gab es zum Glück noch jede Menge privater Initiativen entlang der Strecke, dank der die Rad-WM zu einem unvergesslichen Event wurde. Auf einer privaten Stellfläche knapp unterhalb der Bergwertung am Olympia-Climb hatte mit unserer Mithilfe die Sauser-Gang ihre Zelte aufgeschlagen und ihre Camper abgestellt. Wer die Jungs und Mädels des OK-Teams des legendären Riderman kennt, kann sich vorstellen, was die Tage da oben los war! Gashupen, kübelweise Farbe, Party-Zelt, DJ-Mischpult, eigener Kühl-LKW und ein riesiger Grill um die hungrigen Mäuler zu stopfen – dazu ohrenbetäubender „Krawall“ aus der Soundanlage natürlich bis spät in die Nacht. Alles nicht mehr jugendfrei, aber wenn die Schwarzwälder mal am feiern sind, kann man sich nur anschließen und mitfeiern! 😉

Das Highlight der WM war natürlich der Sonntag, an dem im Vergleich zu den Vortagen noch einmal mindestens doppelt so viele Zuschauer an der Strecke standen. Während den Runden konnte man sich durch die Zuschauermassen fast überhaupt nicht mehr bewegen, was an den Tagen zuvor noch leicht möglich war. Nachdem das Rennen aber an Spannung nicht zu überbieten war, waren die Augen aber ohnehin auf das Renngeschehen direkt vor uns auf der Straße oder auf der riesigen Leinwand mit Live-Bildern aus der Luft und direkt von der Strecke gerichtet.

Einige Favoriten wie Peter Sagan waren leider schon früh aus dem Rennen doch zum Abschluss wurde die „Höttinger Höll“ mit ihren bis zu 28% Steigung ihrem Ruf mehr als gerecht und dezimierte das überraschend große Hauptfeld der Favoriten auf nur noch 3 Fahrer. Die Kombination mit der technische Abfahrt und dem kurze Flachstück verschafften dem Rennausgang aber trotzdem eine dramatische Würze und letztendlich einen verdienten Sieger. Am Ende seiner langen Karriere hatte Alejandro Valverde die besten Beine und nützte mit 38 Jahren seine vielleicht letzte Chance auf einen WM Titel nach 6 Podest-Plätzen in den letzten 15 Jahren ohne jemals ganz oben zu stehen. Man mag denken über ihn, wie man will, aber sein emotionaler Jubel ließ wohl auch seine Kritiker in Andacht verstummen.

Für uns war die WM in Innsbruck ein Erlebnis der besonderen Art, schließlich war die WM trotz der medial in den Vordergrund gerückten Einschränkungen durch Straßensperren ein voller Erfolg für das Land und bleibt hoffentlich in bester Erinnerung bei den internationalen Funktionären und Sportlern sowie den hunderttausenden Zuschauern vor Ort und Millionen im Fernsehen. Insofern hoffen wir auf die nötigen Impuls für den Radsport im heiligen Land und auf eine baldige Gelegenheit, den internationalen Radsport wieder in Tirol willkommen zu heißen!

Lila Logistik Charity Bike Cup

Etwas gemütlicher aber mit nicht weniger Prominenz ging es dann bei unserem Saisonabschluss beim Lila Logistik Charity Bike Cup am 03. Oktober in Ditzingen bei Stuttgart zu. Mit der 12. Austragung kehrte man an die Wurzeln des Events zurück und konnte mit fast 1000 Startern und einer Spendensumme von 37.000€ wieder auf eine sehr erfreuliche Veranstaltung im Sinne der guten Sache zurückblicken. Mit der Spendensumme werden hilfsbedürftige Kinder in der Region unterstützt und über Star Care e.V. an ausgewählte Projekte gespendet.

Von uns war auch ein Dutzend Starter in den verschiedenen Teams dabei und gemeinsam drehten wir 4 entspannte Runden rund um Ditzingen und feierten einen schönen Saisonausklang bei herbstlichem Sonnenschein um die Mittagszeit. Nach kurzer Stärkung bei der Festwirtschaft ging es dann weiter mit dem Kinderrennen und der Lila Tour. Auch einige unserer Partner waren vor Ort – allen voran der Helmhersteller KED, der uns heuer mit Helmen in individuellem Team-Design ausgestattet hat.

Wie immer ist der Lila Logistik Charity Bike Cup auch ein Fixpunkt für viele ehemalige und aktuelle Größen des Radsports und immer mehr Prominenz aus anderen sportlichen und gesellschaftlichen Genres gesellt sich dank der tollen Arbeit der Familie Betz in den illustren Haufen rund um den Charity Bike Cup. Sozusagen das Klassentreffen der erweiterten Radsportfamilie im Zeichen der Guten Sache – zum Wohle der Kinder in der Region um Stuttgart, die von der Organisation Starcare e.V. unterstützt werden! Da freuen wir uns schon auf die nächste Austragung am 03.10.2019 in Marbach am Neckar.